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Chalcedon

Achat gehört zu den Chalcedonen, einer großen Gruppe dicht feinfaserig kristalliner Quarzminerale mit einer Vielzahl an Varietäten. Die Kristallstruktur umfaßt amorphe, mikrokristalline bis kryptokristalline Ausbildungen. Der rote bis rotbraune Carneol, der schwarze oder schwarzweiße Onyx, der dunkelrote oder grüne Jaspis, sie alle gehören zu den Chalcedonen. Der Achat zeichnet sich als solcher durch seine im Querbruch feinschalige, verschiedenfarbig parallelgebänderte Struktur aus. Unterschiedliche Farbtöne entstehen durch Beimengungen verschiedenster Elementen und Verbindungen wie Eisen- und Mangan-oxide und Hyroxide u.a.

Chrysotil

Chrysotil ( Mg3 (OH)4(Si2O5) ) gehört mit Antigorit zu den zwei häufigsten Mineralien aus der Serpentingruppe.
Bei Chrysotil bewirken die Spannungkräfte in der doppelschichtigen Silikatstruktur ein Einrollen der Silikatblättchen. Er zeigt deshalb keine blättrige, sondern eine dichte, faserige, spinnbare Struktur, die als Textilfaserverwendbar ist. Er wird deshalb auch Bergflachs oder Bergleder genannt. Die einzelnen Silikatfasern sind sehr leicht voneinander trennbar. Weitere Bezeichnungen sind Serpentinasbest, Weißasbest und Faserserpentin. Chrysotil kristallisiert meist im monoklinen, selten auch im orthorhombischen Kristallsystem. Entsprechen werden wiederum zwei Varietäten unterschieden:
Klinochrysotil (monoklin) findet man in den Farben weiss, gelb, rot und grün mit harzigem Glanz und Orthochrysotil (orthorhombisch) in bräunlicher, grau bis graubräunlichen und grünen Farbtönen mit Seidenglanz. Härte ( 2,5 -3) und durchschnittliche Dichte (2,6) sind in etwa gleich. Chrysotil wird wegen der Ähnlichkeit des Namens oft mit Chrysolith, einem Mineral aus der Olivingruppe verwechselt.

Cyanobakterien

Die Cyanobakterien (von griech. κυανός kyanós, „blau“; früher Blaualgen, Cyanophyceae genannt) bilden eine Abteilung der Domäne Bacteria. Sie zeichnen sich vor allen anderen Bakterien durch ihre Fähigkeit zur oxygenen Photosynthese aus. Einige Cyanobakterien enthalten neben anderen Photosynthese-Farbstoffen blaues Phycocyanin und ihre Farbe ist deshalb blaugrün. Darum wurden sie „Blaualgen“ genannt und diese Bezeichnung wurde für alle Cyanobakterien verwendet – auch für diejenigen, die kein Phycocyanin enthalten und nicht blaugrün gefärbt sind. Cyanobakterien besitzen im Gegensatz zu Algen keinen echten Zellkern und sind somit als Prokaryoten nicht mit den als „Algen“ bezeichneten eukaryotischen Lebewesen verwandt, sondern zählen zu den Bakterien. Cyanobakterien zählen zu den ältesten Lebensformen überhaupt.

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Cycas

Die lebenden Fossilien des Regenwaldes

In den tropischen Regenwäldern Afrikas und Asiens haben einige Palmfarne als Relikte aus dem Zeitalter der „Dinosaurier und Palmfarne“ überlebt. Sie gehören zur Ordnung der Cycadales und sind mit den Nilssonien sehr nahe verwandt. Es existieren heute nur noch 10 Gattungen mit ca. 100 Arten. Die wohl prominentesten unter ihnen ist die Cycas revoluta, die Falsche Sagopalme und die Gattung Zamia, die Zapfenpalme. Aus dem Mark der Stämme und aus den Samen einiger Cycas-Arten wird das stark stärkehaltige falsche Sago als Nahrungsmittel gewonnen. (Das echte Sago stammt aus dem Mark der Sago-Palme, einer echten Palme). Die bekannte Zamia fairchildiana oder auch Zapfenpalme lebt im Unterwuchs der Tieflandregenwälder Costa Ricas und Panamas. Auch aus ihr wird ein stärkehaltiges Nahrungsmittel gewonnen, allerdings aus den Wurzeln.