Im Bereich des oberen Mantels ist das Gestein durch hohe Druck und Temperaturverhältnisse aufgeschmolzen. Auch bereits schon in 10 und 30km Tiefe zwischen Mantel und Erdkruste kommt es zeitweise zu Aufschmelzungen der dortigen Granit und Basaltmassen der präkambrischen Schilde. Das daraus erneut entstehende flüssige Magma (griechisch „Teig“), auch jenes aus dem Erdmantel tritt durch Spalten und Risse durch die Erdkruste und wird vor allem im Bereich von Plattengrenzen im Rahnen der Tätigkeit von Vulkanen an die Erdoberfläche befördert. Ab diesem Augenblick spricht man nicht mehr von Magma, sondern von Lava (Das Wort leitet sich von dem neapolitanischen Wort für „Regenbach“ ab). Das bis dahin im heißen Magma enthaltene Wasser und Gase wie Kohlendioxid, Schwefeloxide u.a. entweichen dabei zum größten Teil. Flüssige Lava besteht im wesentlichen aus dem Element Silizium, daneben Eisen, Magnesium, Calcium, Kalium und Natrium. Die Elemente sind allesamt an Sauerstoff gebunden und liegen somit als Oxide vor, wobei das Siliziumdioxid (SiO2), (als kristallisiertes Mineral auch Quarz genannt), den weitaus größten Anteil besitzt. Alle Gesteine, die aus flüssigem Magma aus der Erdkruste hervorgingen, nennt man Magmatite. Je mehr Zeit für Lava oder Magma zur Verfügung steht um zu erstarren, desto besser können sich die in ihnen Enthaltenen Elemente zu Mineralien formieren und desto größer werden deren Kristalle. Die Reihenfolge der Mineralbildung ist streng definiert.
Es werden drei Arten von Magmatiten unterschieden: Vulkanite, Ganggesteine und Plutonite
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